Stadtentwicklung in Wiesdorf
Art: Stadtspaziergang
Treffpunkt: Vor der Christuskirchen, Dönhoffstr. 2, 51379 Wiesdorf
Dauer: 1,5 Stunden
Durchführung: Roland Schaper
Stadtentwicklung in Wiesdorf seit 1895 – Ein Spaziergang mit Fokus auf Stadtplanung und Architektur
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Leverkusen überwiegend ländlich geprägt, mit kleinen Dörfern und Fischersiedlungen am Rhein. Mit der Ansiedlung der Farbenfabriken Bayer im Jahr 1895 begann der tiefgreifende Wandel zur Industriestadt. In Wiesdorf förderte Bayer durch den Bau von Werkssiedlungen und Kolonien die Ansiedlung der benötigten Arbeitskräfte. Zeitgleich entstand entlang der Hauptstraße eine gründerzeitliche Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern. Ab den 1910er-Jahren ergänzten durch das Bevölkerungswachstum notwendig gewordene überwiegend genossenschaftliche Siedlungsprojekte die Schaffung von dringend benötigen Wohnraum. Die Kriegszerstörungen des Zweiten Weltkriegs machten anschließend einen umfangreichen Wiederaufbau erforderlich. In der Nachkriegszeit entstanden bedingt durch weiteren Bevölkerungszuzug neue Wohngebiete am Stadtrand, z.B. Alkenrath. Anfang der 1970er-Jahre wurde das Zentrum im Sinne einer autogerechten Stadt umgestaltet. Mit den City-Bereichen A, B und C sollte ein neues urbanes Zentrum geschaffen werden. Die Bevölkerungsentwicklung stagnierte jedoch über längere Zeit, die Anforderungen an die Stadt veränderten sich. Seit etwa 2000 gewinnen die Erneuerung der Innenstadt, die Aufwertung öffentlicher Räume und die Schaffung neuen Wohnraums wieder an Bedeutung. Der Neubau des Rathaus-Centers steht dabei beispielhaft für den Versuch, die Innenstadt neu zu beleben und Leverkusen städtebaulich für die Zukunft aufzustellen.


